Credo

»No Limit is the Limit« ist unser Credo. Grenzen wahrnehmen, erkennen, öffnen und überschreiten. Wir wollen nicht ankommen, wir sind Suchende, Reisende im Universum der Bewegungs-, Beweglichkeits und Konfrontationsmöglichkeiten.

Wir suchen keine Wahrheit, es gibt keine ein-eindeutigen Antworten auf keine Situation. Wir wägen ab, versuchen Vorteile und Nachteile zu erkennen, Stärken und Schwächen zu analysieren. Es ist ein gemeinsamer, kooperativ-solidarischer Prozess.

Konkurrenz- und Dominanzrituale sind uns zu wider. Muskelspiel, brechende Härte und monotones Wiederholen sind selten gefragt. Wir wollen interpretieren und nicht auswendig lernen.

Die Idee der wirksamen Selbstverteidigung steht im Vordergrund des Trainings. Es ist aber immer Platz für Experimente und individuelle Vorlieben. Als Instructor steht die Aufgabe im Raum, einerseits eine solide Kampfkunst- bzw. Kampfsportbasis zu vermitteln, andererseits eine möglichst breite Palette an Möglichkeiten/Techniken aufzuzeigen. Hier spielt das Einnehmen neuer Perspektiven (Winkel/Raum) eine nicht unwesentliche Rolle. Auch die Wahrnehmung und Beobachtung der Zeit (Rhythmus, gebrochener Rhythmus, Timing, Startimpuls) stehen zur Diskussion.

Neben der Selbstverteidigung – die durchaus offensiv interpretiert werden kann – gesellt sich zunehmend die Selbstermächtigung (des Körperzugangs) für die Lernenden hinzu. Die in westlich-kapitalistischen Kulturen das Individuum prägende Entfremdung vom eigenen Körper kann entgegengewirkt und durchaus überwunden werden. Koordinationsfähigkeiten, Wiederentdeckung sowie Innen- und Außenwahrnehmung des eigenen Körpers verändern nicht selten nachhaltig den Selbstentwurf der Praktizierenden.

Klimafragen: Im Training sorgt das Bemühen die Diversität der Beteiligten in ihrer Zusammensetzung als Gruppe auch zu berücksichtigen dafür, dass Platz ist für Männer, Frauen, Transgenderpersonen ebenso wie für kulturell und sprachlich verschieden geprägte Menschen. Für uns ist Gleichheit in der Diversität die Basis und jede oftmals überraschende kulturelle Neuerfahrung ist eine Bereicherung des Trainings und der persönlichen Weitereinwicklung.

„Wo kämen wir hin,
wenn alle sagten:
‚Wo kämen wir hin!‘
Und niemand ginge,
um zu schauen,
wohin man käme,
wenn man ginge.“

Karl Valentin | Narr