Jeet Kune Do | JKD

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Right Hand Punch

Ist eine von Bruce Lee entwickeltes Kampfkunstidee bzw. Selbstverteidigungskonzept.

Jeet Kune Do (auch JKD abgekürzt), wörtlich: „Der Weg der abfangenden Faust“, ist ein Konzept, das in einem Kampf auf größtmögliche Effizienz ausgerichtet ist.

Die von Bruce Lee erforschten und gesammelten Kampfkunstelemente selbst werden nach ihm Jun Fan Kung Fu (Jun Fan war der chinesische Vorname Bruce Lees) benannt.

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Left Eye-Jab

Dazu unterschied Bruce Lee das Kämpfen in drei Distanzen, nämlich Lang-, Mittel- und Nahdistanz. Er kombinierte Elemente aus diversen klassischen Stilen wie dem Wing Chun mit Techniken aus verschiedenen anderen östlichen und westlichen Kampfkünsten, darunter auch das westliche Boxen, Fechten, Ringen und Judo bzw. Jiu Jitsu und Tang Lang.

Das System verzichtet dabei weitestgehend auf traditionelle Elemente fernöstlicher Kampfkünste, insofern sie seiner Meinung nach die Effektivität beeinträchtigen.

Jeet Kune Do (JKD) ist nicht als Kampfkunststil, sondern als Prinzip oder Philosophie zu verstehen. Bruce Lees ansinnen war es, die Begrifflichkeit des „Jeet Kune Do“ nicht über zu interpretieren. Es sein nur ein Name. Seine Aussage: „Using no way as way – having no limitation as limitation.“ („Benutze keinen Weg als Weg – habe keine Grenze als Grenze.“), kann als orientierendes Credo für ein sich prozesshaft (weiter)entwicklendes Konzept verstanden werden. Lee schuf somit ein offenes Selbstverteidigungssystem, das nicht den Beschränkungen traditioneller Kampfkunststile unterworfen sein sollte. So unterscheidet sich das heutige JKD oftmals bemerkenswert von seinen Anfängen der 1960er Jahre.

Jede_r Lehrende, jede_r Schüler_in interpretieren das Gelernte und Angewandte nach ihren Möglichkeiten, Stärken, Schwächen und Vorlieben.

Nichtsdestotrotz vereinen solide Basistechniken des (Kick-/Thai-)Boxens, des Trappings (Wing Chun), Würfe (Judo/Jiu Jitsu), Hebel und gegebenfalls Bodenkampftechniken (Brasilian Jiu Jitsu/Ringen) sowie ein gutes Timing, intelligente Raumaufteilung und Kampfstrategien (offensiver Initiativ-Ansatz) heute zahlreiche JKD-Praktizierende.

Die absorbierend, offene Idee des JKD-Ansatzes lässt es zu, dass der/die Praktizierende ein sehr komplexes, hybrides Verständnis der Kampfkunst-Welt entwickeln kann, da jeder Kampfkunst- bzw. Bewegungs-Ansatz Elemente enthält, die individuelle Entwicklungen stark befördern können.

Mehr Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Jeet_Kune_Do